Cladribin steht in den USA kurz vor der Zulassung zur Behandlung der schubförmigen MS. Es wäre das erste Medikament als Tablette. Bisher wird es als als Injektion bei Leukämie eingesetzt.
Hab mir grad die Daten der Studie angeschaut, das ist für ein Basistherapeutikum leider immer noch auf dem Niveau von Interferonen. Und ich lese immer was von Kuezzeittherapie, scheint also auch nix für die Ewigkeit zu sein.
Auch die Wirkrate liegt nur knapp über den Interferonen und ist mit dem üblichen Trick schöngerechnet .. leider!
0.33 Probanten hatten einen Schub im statistischen Schnitt, also 1 Schub alle 3 Jahre oder 2 Schübe alle 6 Jahre, mit Cladribin 0.14 Probanten, also ein Schub alle 7 Jahre.
Wenn man den Schubwert der Plazebobruppe 33% als 100% der Fälle ansetzt, dann sind 14% davon natürlich 58% von 33%. Wie gesagt, den übliche Rechentrick.
=> man muss die Behandlung 6-7 Jahre machen, um 1 Schub zu verhindern .. auch nicht gerade der Renner. Wobei immer noch doppelt so wirksam wie Interferone, bei denen es im statistischen Schnitt 14 Jahre für einen Schub sind.
Was mich wundert ist der große Einfluss des Placebo-Effekts, denn 1 Schub alle 3 Jahre ist ein guter Wert für eine Placebogruppe und scheint auch die Medikamentengruppe zu beeinflussen.
Ich sag's ja: Gebt mir ein Plazebo, die wirken super und die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen

Blöd isr nur, dass Du nicht wissen darfst, dass Du ein Placebo bekommst, sonst wirkst nicht

und Nebenwirkungen hast Du bei einem Placebo leider auch, dass ist ja auch der Nebenwirkungseffekt der Placebogruppe, der aus der Medikamentengruppe herausgerechnet werden muss .. Alles nicht so einfach.
Ist schon klar, Peter. Ich will ja auch nicht wissen, dass es ein Placebo ist. In dem Fall lasse ich mich gerne für dumm verkaufen´
Die Fake-Nebenwirkungen halte ich bestimmt aus, schlimmer als bisher kann es eigentlich nicht sein.
Mensch, überleg mal, wenn ich an den ganzen alternativen Kram glauben würde... die Summe aus Placebo, die dabei rauskäme müsste doch wahre Wunder wirken

Ich glaube fest daran das der Gedanke an die Wirksamkeit eines Medis Berge versetzt.
Deshalb wie immer mein Vorschlag:
Eine Aspirintablette mit der Aufschrift "MS Blocker", eine Fluoxetin, eine riesen Studie und 1000 Euro im Monat für die finanzielle Begleitung für jeden
Das würde immer noch ein paar Hundert Euros sparen
Warum die sich nicht mal mehr mit der Placebotruppe beschäftigen, ist doch viel spannender
Sagt mal, ist es da nicht sinnvoll, wenn man den Placebo Probanden etwas einflößt, damit sie die gleichen Nebenwirkungen erhalten?!
Wäre doch auch ganz nett, oder?
;-)
Es reicht doch, wenn sie wissen, was auf sie zukommt. Dann macht sich der Placebo schon selbständig

Bei mir jedenfalls. Wenn ich meine Spritze aus dem Kühlschrank nehme, bekomme ich Gänsehaut und leichte Kopfschmerzen. Da muss ich den guten Kerl zurückpfeifen und sagen: Nichts da, das haben wir hinter uns. Dann verzieht er sich wieder. Immerhin ist er brav. Bin ich bekloppt?
