Ulla
19.09.2007, 21:04
Alle drei auf dem Markt verfügbaren Interferon-beta-Präparate sind in gleichem Maße für die Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) geeignet. Das ergab eine umfangreiche Vergleichsstudie. Hinsichtlich der Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden leichte Vorteile bei intramuskulär verabreichtem Interferon beta-1a beobachtet.
Die jetzt unter dem Namen QUASIMS veröffentlichte Untersuchung wertete die Krankenblätter von knapp 5.000 MS-Patienten aus, die mit Interferon beta (IFN beta) behandelt worden waren. IFN beta ist derzeit in zwei Applikationsformen verfügbar. Das Medikament wird entweder drei bzw. dreieinhalb Mal wöchentlich unter die Haut (subkutan) oder einmal wöchentlich in die Muskulatur gespritzt (intramuskulär).
Obwohl sich alle drei verfügbaren IFN-beta-Präparate hinsichtlich ihrer Wirkung auf vergleichbarem Niveau bewegten, stellten die Wissenschaftler ein geringfügig geringeres Risiko für neue Krankheitsschübe fest, wenn IFN beta intramuskulär verabreicht wurde. Für alle Medikamente erwies sich die Rückfallrate als besonders gering, wenn die Therapie der Multiplen Sklerose bereits im ersten Jahr mit IFN beta erfolgt war.
Alle drei Medikamente wurden von den Patienten gut vertragen. Wiederum fanden sich jedoch leichte Vorteile für die intramuskuläre Darreichungsform. Irritationen an der Einstichstelle zwangen in diesem Fall seltener zu einem Therapiewechsel.
Die Studie ergab, dass unter der Therapie mit IFN beta bei rund 80 Prozent der Patienten während des Studienzeitraums von zwei Jahren keine Zunahme der Behinderung durch die Erkrankung auftrat. Ob sich die in der Studie nur wenig ausgeprägten Unterschiede zwischen den Präparaten bei längeren Behandlungszeiten verstärken, ist derzeit offen.
Quelle: Nach Informationen der Fachzeitschrift Journal of Neurology, Februar 2007
Die jetzt unter dem Namen QUASIMS veröffentlichte Untersuchung wertete die Krankenblätter von knapp 5.000 MS-Patienten aus, die mit Interferon beta (IFN beta) behandelt worden waren. IFN beta ist derzeit in zwei Applikationsformen verfügbar. Das Medikament wird entweder drei bzw. dreieinhalb Mal wöchentlich unter die Haut (subkutan) oder einmal wöchentlich in die Muskulatur gespritzt (intramuskulär).
Obwohl sich alle drei verfügbaren IFN-beta-Präparate hinsichtlich ihrer Wirkung auf vergleichbarem Niveau bewegten, stellten die Wissenschaftler ein geringfügig geringeres Risiko für neue Krankheitsschübe fest, wenn IFN beta intramuskulär verabreicht wurde. Für alle Medikamente erwies sich die Rückfallrate als besonders gering, wenn die Therapie der Multiplen Sklerose bereits im ersten Jahr mit IFN beta erfolgt war.
Alle drei Medikamente wurden von den Patienten gut vertragen. Wiederum fanden sich jedoch leichte Vorteile für die intramuskuläre Darreichungsform. Irritationen an der Einstichstelle zwangen in diesem Fall seltener zu einem Therapiewechsel.
Die Studie ergab, dass unter der Therapie mit IFN beta bei rund 80 Prozent der Patienten während des Studienzeitraums von zwei Jahren keine Zunahme der Behinderung durch die Erkrankung auftrat. Ob sich die in der Studie nur wenig ausgeprägten Unterschiede zwischen den Präparaten bei längeren Behandlungszeiten verstärken, ist derzeit offen.
Quelle: Nach Informationen der Fachzeitschrift Journal of Neurology, Februar 2007